«Was in meinem Herzen ist, muß heraus, und deswegen schreibe ich.» Was für ein Glück für uns, dass das Herz von Ludwig van Beethoven mit so wunderbarer Musik und Menschlichkeit erfüllt war! 200 Jahre nach seinem Tod am 26. März 1827 ist er einer der berühmtesten und meistgespielten Komponisten der Welt. Von seinen ersten Jahren in Wien bis zu seinem Lebensende schuf der deutsche Komponist zahlreiche Meisterwerke, trotz einer voranschreitenden Taubheit, die im Alter von 26 Jahren ihren Anfang nahm. Als der junge Ludwig auf Joseph Haydn traf, war dieser von seinen ersten Werken beeindruckt und lud ihn ein, bei ihm zu studieren. Während seiner Wiener Jahre schuf Beethoven seine Erste Symphonie, die unser Orchester am 15.01. spielt, die Sonate «Pathétique», die im Frühjahr von Lang Lang und anschließend von Roman Borisov interpretiert wird, sowie seine ersten Streichquartette. Letztere sind im Laufe der Saison mit dem Belcea Quartet und dem Quatuor Ébène zu erleben, die mit der Aufführung sämtlicher seiner Werke für die Gattung dem Genie des Komponisten Tribut zollen. Um die Wende zum 19. Jahrhundert trat der Bonner Meister in seine «heroische» Schaffensphase ein. Zu den Meisterwerken dieser produktiven Jahre zählen das Tripelkonzert und die Messe in C-Dur, die am 18.05. aufgeführt werden, die «Kreutzer»-Sonate, die am 09.03. zu entdecken ist, und die emblematischen «N° 5», die am 10.03. vom Luxembourg Philharmonic, Enrico Pace und Martin Rajna interpretiert werden. Nach einer Reihe persönlicher Schicksalsschläge erlebt Beethoven dunklere Jahre, aus denen jedoch einige seiner größten Werke hervorgehen. In dieser Saison hören Sie seine letzte Klaviersonate unter den Fingern von Hélène Grimaud am 16.02., eine Bearbeitung seiner Großen Fuge drei Tage später mit Daniil Trifonov und den Berliner Barock-Solisten sowie seine Missa solemnis am 26.02. unter der Leitung von Paavo Järvi. Derjenige, der seiner «unsterblichen Geliebten» schrieb, ist somit noch immer fest in unserem Gedächtnis und in unseren Herzen verankert, und das sicherlich für mindestens weitere 200 Jahre!
Marie-Clémentine Crestia





















