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Anfang und Ende aller Musik

Der musikalische Kosmos Johann Sebastian Bachs kommt zu Ehren

Konzerttermine

«Nicht Bach, Meer sollte er heißen!» Keinem Geringeren als Ludwig van Beethoven wird dieses Wortspiel zugeschrieben, das in der Erklärung mündet «wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien». Und tatsächlich trifft wohl auf keinen anderen Komponisten die Behauptung so sehr zu, dass ohne ihn die Musikgeschichte völlig anders verlaufen wäre, wie auf den mitteldeutschen Barockkomponisten Johann Sebastian Bach. Ein weiterer Tonschöpfer, nämlich Max Reger, brachte das mit der nicht weniger bekannten Äußerung auf den Punkt, dass Bach «Anfang und Ende aller Musik» sei. Wahrscheinlich gibt es wirklich keinen Komponisten, der in handwerklicher, aber auch ästhetischer Perspektive das musikalische Schaffen über mehr als drei Jahrhunderte in dem Ausmaß geprägt hätte wie der in Eisenach geborene Musiker, der seine bekannteste Wirkungsstätte als Kantor der Leipziger Thomaskirche hatte.

Doch sein Ruhm wurde nicht kontinuierlich vom 18. ins 21. Jahrhundert weitergetragen – es bedurfte der Romantik mit einem neuen Geschichtsbewusstsein und einem historischen Akt der Wiederentdeckung, um das ganze Ausmaß des Bach’schen Genies zu erkennen. 1829 war es Felix Mendelssohn Bartholdy, der die Matthäuspassion in einer legendären Aufführung der Musikwelt aufs Neue erschloss. Aus Anlass des 300. Jahrestages der eigentlichen Uraufführung dieses oratorischen Schlüsselwerks begibt sich die Philharmonie auf Spurensuche in nahezu allen Bereichen, in denen Johann Sebastian Bach nachhaltige Spuren hinterlassen hat – natürlich mit einer Aufführung dieser Passion interpretiert vom Freiburger Barockorchester und der Zürcher Sing-Akademie unter Leitung von Sir Simon Rattle, aber auch mit jenen Meilensteinen, die Bach für die Entstehung der Konzertform setzte: So wird Beatrice Rana, Artist in focus in dieser Saison, das beliebte Italienische Konzert des Meisters spielen.

Und was wäre letztlich die Orgel ohne Bach? In einem reinen Bach-Programm lotet Jan Liebermann unterschiedliche Facetten des Werks für die Königin der Instrumente aus, während Zoltán Fejérvári Bachs Bedeutung für die Entwicklung der Klavierkomposition im Blick hat. Die wahre Meisterschaft des Kontrapunkts wird mit dem Musikalischen Opfer erlebbar, das im Zentrum des Konzerts der Academy of Ancient Music steht. Bach aus Sicht seiner musikalischen Nachkommen zieht sich durch die Saison – beispielsweise in Form der Variationskunst Franz Liszts – und macht auch vor der neuen Serie Heemspill nicht Halt.

Tatjana Mehner

Konzerttermine


06.10.26

Beatrice Rana

Rezital
Intim

21.02.27

Jan Liebermann

Barock
Greatest Hits

24.02.27

Bach: L’Offrande musicale

Kammermusik
Barock

03.03.27

Zoltán Fejévári

Rezital
Intim

11.03.27

Bach: Matthäuspassion

Vokalmusik
Gefühlvoll

14.03.27

Bach: (re)invented & (re)mixed

Barock
Intim

13.04.27

La Musikfest

Kammermusik
Pioniergeist
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