Traumfabrik Philharmonie
Angebote für junges und ganz junges Publikum
Ein lebendiges Wimmelbild: Immer wieder Sonntag... oder Samstag... und hin und wieder auch an Werktagen bietet sich der gleiche farbenfrohe Anblick, verbunden mit fröhlichem Stimmengewirr und einer Atmosphäre voller freudiger Erwartung. Die jüngsten und allerjüngsten Philharmoniebesucher erobern das Foyer und die Konzertsäle. Egal, ob sie noch auf den Armen ihrer Eltern oder im Kinderwagen ankommen oder aufgeregt an der Hand der Oma auf und nieder hopsen oder voller Energie vorausflitzen, egal, ob sie daheim eher Luxemburgisch, Deutsch, Französisch oder eine andere Sprache sprechen, sie alle erwarten maßgeschneiderte Angebote, und das wissen sie und ihre Familien zu schätzen. Pascal Sticklies, der mit seinem Team für das Education-Programm der Philharmonie verantwortlich zeichnet, freut sich über die stets wachsende Nachfrage und reagiert mit «einem ebenfalls wachsenden Angebot, um möglichst viele Kinder und Jugendliche an Musik heranzuführen».
In dieser Saison bedeutet das vor allem den Ausbau bewährter Formate. Das Luxembourg Philharmonic und somit Projekte, in denen die Kinder dem großen Orchesterapparat auf eindrucksvolle und plastische Weise begegnen können, rücken noch weiter in den Fokus und natürlich wird neben Zuhören auch Mitmachen groß geschrieben – genau wie stilistische Vielfalt. An den Urinstinkt ästhetischer Neugier wird appelliert – mal mit märchenhaften Klangreisen, dann wieder mit poetischen Erzählungen oder aber turbulenten Abenteuern. Dass es in der Philharmonie zu Halloween schaurig zugeht, ist längst kein Geheimnis mehr, aber in diesem Jahr wird das Konzerthaus zum musikalischen Grusel-Hotspot der Großregion, der die ganze Familie zum fröhlich-schaurigen Feiern in allen Sälen einlädt – mit einem von zwei Familienfestivals der Saison. Beim zweiten wird der Kirchberg zur Traumfabrik. «Dreams» betitelt, werden hier die Möglichkeiten, sich mit Musik direkt an die Fantasie nicht nur der Allerjüngsten zu wenden, zum Thema völlig unterschiedlicher Formate gemacht. Und was gäbe es Kreativeres?
Tatjana Mehner