Heiße Regentage
Das Festival rainy days präsentiert «Heat!»
04.–11.10.2026
Der November wird heiß! Zumindest, wenn es um das Festival für zeitgenössische Musik in der Philharmonie rainy days geht. Abermals vielseitig und facettenreich macht Festival-Kuratorin Catherine Kontz «Heat» zum Motto der diesjährigen Ausgabe und heizt dem Publikum in allen Räumen des Hauses kräftig ein. Das bewusste Spiel mit Assoziationen ist, wie immer, eine Selbstverständlichkeit bei der Kreation eines abwechslungsreichen Programmes für die ganze Familie, das Neue-Musik-Freaks ebenso anspricht wie Menschen, die noch nicht mit zeitgenössischen Klängen in Berührung gekommen sind: von der konkreten Hitze des Sommers oder der Idee einer Sauna bis zum Anpacken «heißer» Themen, und natürlich alles, was sich auf Energie und Energien beziehen lässt...
Dabei setzt Catherine Kontz auf Bewährtes und schärft gleichzeitig das Profil des Festivals noch weiter, beispielsweise mit einem stärkeren Fokus auf das Konzert des Luxembourg Philharmonic mit vier neuen Orchesterwerken über Energien und Fieberträume, darunter eine Uraufführung von Roland Wiltgen und ein Violinkonzert, das von den Wales-Choir-Sisters komponiert wurde. Dieses Konzert bringt auch das Percussion-/Klavierquartett Yam/Wire zurück ins Großherzogtum, dessen Mitglieder als Solisten in einem Konzert auftreten, das das Festival gemeinsam mit dem New York Philharmonic beim wegweisenden amerikanischen Komponisten George Lewis in Auftrag gegeben hat. Multimediale Erlebnisse stehen abermals neben elementaren Selbsterfahrungen.
Alte Bekannte aus der ganzen Welt und natürlich aus Luxemburg sowie «neue Gesichter» begegnen sich in der unverwechselbaren Atmosphäre eines Festivals, dem gerade diese Form der Gemeinschaft wichtig ist. Mit wahrhaft «heißen» Themen setzt das Festival auch Diskussionen fort, die mit dem Motto des letzten Jahres «bodies» begannen – Hörverlust beim Musizieren, das Altern (beispielsweise) im Leben und Erleben von Opernsänger*innen... Und auch 2026 bleiben die rainy days nicht im säulenbegrenzten Safe Space des Konzerthauses, sondern suchen den Dialog mit anderen Institutionen, dieses Mal das Théâtre National und Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain, das seinen 30. Geburtstag feiert.
Tatjana Mehner
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